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Ein Fohlen entsteht

 

Nach der Paarung spielt sich im Stutenleib ein wundervolles Ereignis ab. Von den Milliarden von Samenzellen hat eine einzige die Eizelle befruchtet, und diese beginnt sich jetzt zu teilen. Diese zahlreicher werdenden Zellen trennen sich dabei aber nicht, sondern sie bleiben miteinander verwachsen und bilden allmählich den Körper des zukünftigen Fohlens.

Schon nach zwanzig Tagen der Befruchtung ist aus dem Ei ein aus Millionen Zellen bestehendes, knapp zwei Zentimeter langes Lebewesen mit vier winzigen Beinchen und einen großen Kopf entsanden, dass man Fet nennt.

Bereits im zweiten Monat ist der Fet als wiziges Pferdchen erkennbar, und schon im dritten Monat, wenn der Keimling eine Länge von sieben bis vierzehn Zentimetern erreicht hat, sieht man klar die Hufe.

Im vierten Monat wachsen auf den Lippen die ersten Härchen und die äußeren Geschlechtsmerkmale sind bereits zu erkennen.

Vom sechsten Monat an sind sämtliche Organe fertig angelegt.

Nach sieben Monaten: Länge 35 bis 70 Zentimentern wachsen erste Härchen an der Schwanzspitze.

Nach acht Monaten: Länge 50 bis 80 cm beginnt die Mähne zu wachsen und erste Härchen an den Ohrmuscheln, Rücken und Gliedmaßen entstehen.

Kurz vor der Geburt wiegt das Fohlen jetzt 30 bis 60kg und mißt 75 bis 125cm.

 

 

Das Fohlen kommt zur Welt

Wenn am Ende der Trächtigkeitsdauer (ca. 320 - 360 Tage) aus den Zitzen der Stute dicke, gelbliche Milchtrofen hervortreten sogenannnte Harztropfen, kann man in ein paar Tagen das Fohlen erwarten. Einige Stunden vor dem großen Augenblick setzen die Wehen ein. Die Stute beginnt unruhig herumzuwandern und zu schwitzen. Das Fohlen dreht sich von seiner Rückenlage auf den Bauch und streckt die Vorderbeine in Richtung Geburtskanal.

Die Eihäute platzen und ein Teil der darin enthaltenen Flüssigkeit tritt aus. Dann beginnt die eigentliche Geburtsphase. Sie dauert normalerweise etwa  20 Minuten, kann aber bei leichtgebärenden Stuten aber schon nach fünf Minuten beendet sein.

Fast alle Pferdemütter bringen ihr Fohlen auf der Seite  liegend zur Welt. Jetzt zieht sich außer der Gebärmutterwand auch die Bauchmuskulatur in kurzen Abständen zusammen, die Presswehen beginnen. Dadurch wird das Fohlen nach hinten in den Geburtskanal und anschließend aud dem Mutterleib gepreßt. Umhüllt von den weißlichen Eihäuten, erscheinen zuerst die Vorderfüße, dann der vorgestreckte, zwischen den Beinen liegende Kopf. Damit ist der schwierigste Teil vorbei. Schultern und Brustkorb gleiten schon viel leichter durch die enge Öffnung, und der Rest des Fohlens ist nach wenigen Augenblicken da.

Schon während der Brustkorb sichtbar wird, beginnt das Fohlen nach Luft zu schnappen, und etwa eine Minute später atmet es ziemlich regelmäßig. Der Sauerstoffgehalt seines Blutes steigt dadurch rasch an und gibt dem neugeborenen die Energie, die es braucht um möglichst rasch auf die Füsse zu kommen um an das  Euter seiner Mamma zu kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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